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Nord-Süd-U-Bahn

3. Ausbaustufe: Moratorium gefordert - Genehmigung erteilt!

Am Donnerstag, den 28. April hat der in Marienburg wohnende Autokaufmann Robert Rademacher aus dem Initiaitvkreis Bayental-Marienburg in Begleitung der Unternehmerin Sandra von Moeller und des Messechefs Gerald Böse der Oberbürgermeisterin Henriette Reker eine Unterschriftenliste mit den Unterschriften vieler einflußreicher Bürger aus Marienburg und eine Denkschrift zur Verkehrsplanung im Kölner Süden überreicht.

Die Denkschrift ist von dem renommierten Verkehrsplaner Prof. Heiner Monheim nach einigen Vorträgen in Marienburg über den Sinn und Unsinn der Nord-Süd-Bahn vorformuliert worden und enthält in knappen Worten eine fundamentale Kritik an den augenblicklichen Plan der Stadt Köln die Nord-Süd-Bahn oberirdisch über die Bonner Straße zu verlängern. Den Bau der Schiene wird nicht abgelehnt, wohl aber die geplante Ausführung. Die Planungen für die 3. Ausbaustufe werden im Hinblick auf die großen Zerstörungen am Baum-bestand und den Nebenwirkungen, die angerichtet werden, scharf kritisiert. Gleichzeitig werden bessere und kostengünstigere technische Alternativen aufgezeigt, wie die Bäume erhalten werden können. Die Denkschrift mündet in der Forderung nach einem Moratorium, einer sofortigen Aufschub und einer Neuüberdenkung der aktuellen Planung.

Die Forderung nach Verhängung eines Moratoriums für die 3. Ausbaustufe ist auch die Haupt-Forderung der Interessengemeinschaft des Kölner Südens und der Anwohner-Initiative Elf Colonia die ihre Forderung nach einem Moratorium am 20. April durch Übergabe einer entsprechenden Petition an Frau OB Reker unterstrichen haben.

Die Übergabe des Moratoriums-Papier durch den Sprecher der ISKG Wolf-Diepenbrock und die Übergabe der Denkschrift zur Verkehrsplanung durch den Initiativkreis Bayenthal- Marienburg um den Marienburger Kaufmann Robert Rademacher am 28. April an Oberbürgermeisterin Henriette Reker hat den KstA trotz der hochkarätigen Petenten und trotz des hochbrisanten Inhalts erst einmal nicht interessiert. Eine Presseerklärung zu der Übergabe des Moratoriums-Papier gab es trotzdem, allerdings von der Anwohner-Iniitiative Elf Colonia.

Erst am 3. Mai berichtet der KstA im Lokalteil über die Übergaben derMoratoriums-Forderungen

Im Reklameblättchen Kölner Wochenspiegel, ebenfalls aus dem Haus Neven Dumont, durften die Journalisten etwas auführlicher schreiben, allerdings nur in der Rodenkirchner Ausgabe

Baugenehmigung ist erteilt. Der Countdown läuft!

Am gleichen Tag (den 3. Mai) berichtete der KstA mit dem schönfärberischen Titel und mit einem schönfärberischen Bild "freie Bahn für die Stadtbahn" dass die unter Druck geratenen Bezirksregierung ( Genehmigungsbehörde) die 3. Ausbaustufe nun doch genehmigt hat. Oh, je! Das bedeutet für die Bürgerinitiativen, dass der genehmigte Plan vier Wochen lang offengelegt wird und das betroffene Anwohner und Umweltschutzvereine gegen diesen dann klagen können

Insgesamt muss man sagen, dass die Berichterstattung des Kölner Stadtanzeiger in Sachen 3. Ausbaustufe selektiv und einseitig ist, er ist kein Organ zur freien Meinungsbildung. Die sogenannte vierte Macht im Staate, die durch Berichterstattungen oder nicht-Berichterstattungen öffentliche Diskussionen und das politische Geschehen entscheident beeinflussen, versagt. Es gibt z.B. viele Vorgänge rund um die Nord-Süd-Bahn über die der Kölner Stadtanzeiger nämlich nicht berichtet. Wir wissen von bereits fertig hergestellten Artikeln z.B. über die skanalöse Kostenexplosion der Nord-Süd-Bahn oder über die juristische Probleme, die es mit der Nord-Süd-Bahn gibt, die der KstA einfach unterschlägt! Der KstA ist parteiisch durch Unterschlagung.

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