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Nord-Süd-U-Bahn

Die 3. Ausbaustufe: Der Kölner Stadtanzeiger und seine Berichterstattung

Eine der KVB und den Stadtplanern gefällige Berichterstattung abzuliefern, die die Details der aktuellen Planungen (3. Ausbaustufe) und die Kritik der Bürgerinitiativen daran einfach ausblendet oder falsch darstellt. Um einen Eindruck der Befangenheit und Einseitigkeit des DuMont-Schütte Verlagshaus zu belegen sind im folgenden nur die Artikel versammelt, die nach der Veranstaltung mit Herr Monheim und Herrn Fenske am 18. Mai, erschienen sind.

1.) KstA, 20. Mai: Überschrift: „Verkehrsforscher will Wiener Vorbild folgen.“

Trotz wohlwollend erscheinender Überschrift, schafft der Autor des Artikels es nicht, zu erwähnen, was die Bürgerinitiativen eigentlich wollen und was nicht. Außerdem wird der Vorschlag des von den Bürgerinitiativen eingeladenen Verkehrsexperten Professor Monheim nach einer Niederflurbahn zum wiederholten Male (!) absichtlich missverstanden. Es wird in dem Artikel so getan, als würde der Wechsel von der Hochlfurbahn zur Niederflurbahn von der Marktstraße aus, darauf hinauslaufen, dass alle 200 Hochflurbahn-Haltestellen in ganz Köln zu Niederflurhaltestellen umgebaut werden müssen. Das müssen sie nicht! Hinzu kommt, dass es auch noch der KVB Mann Herr Jürgen Fenske war der in seiner Antwortrede auf Monheim darüber erzählt hat und nicht Prof. Monheim. Hier nachzuhören nach 10 Minuten.

Hier nun der Artikel aus dem KstA vom 20 Mai 2016.

2. ) Die KVB möchte, nachdem öffentliche scharfe Kritik an ihrer Planung der 3. Ausbaustufe vorgetragen wurden, nachdem mehrere Bürgerversammlungen stattgefunden haben, Moratoriums-Forderungen erhoben wurden, Denkschriften überreicht und Klage gegen die 3. Ausbaustufe angekündigt worden sind, nun „Irritationen, ausgelöst durch öffentliche Kritik, entgegenwirken“. Der Express vom 24. Mai schreibt daher „Nord-Süd-Bahn: Ab September wird gebuddelt“. Das Hause Dumont Schütte lässt sagen: “Stadt und KVB wollen die 3. Baustufe durch intensive Öffentlichkeitsarbeit begleiten, nicht zuletzt um Irritationen, ausgelöst durch öffentliche Kritik an dem Vorhaben, gezielt entgegenzuwirken“. Hier der Artikel: Internet-Version des Artikels mit Bild:

3. ) Am gleichen Tag, den 24. Mai bedauert der Kölner Rundschau unter dem Titel: „Ein Jahr verschenkt“ dass die Bäume an der Bonner Straße noch stehen.

4.) Am Donnerstag, den 26. Mai ließ die Kölner Rundschau verlauten „Ein Moratorium macht keine Sinn“ und zitiert Jürgen Fenske damit. Der Artikel bemüht sich ein wenig die Diskussion zwischen Monheim und Fenske vom 18. Mai über die Planung 3. Ausbaustufe zu reflektieren, wenngleich wieder auf das 200 Hochflurhaltestellen- Schein-Argument eingegangen und letztendlich die KVB -Position vertreten wird.

5.) Unter der richtigen Überschrift:“Eine Straße macht mobil“ berichtet der KstA am 31. Mai nicht über die von den Bürgerinititativen vorgebrachte Kritik an die 3. Baustufe, sondern der Autor versucht unter Vernachlässigung allem Berichtenswerten ein Stimmungsbild der Anwohnern der Bonner Straße zu malen, dass zwischen Abwarten, Zustimmung und Ablehnung schwankt. Wenig Inhalt trotz treffenden Titel!

6.) Am 16. Juni, - die Klage der Bürgerinitiativen gegen die 3. Ausbaustufe ist eingereicht- will der KstA mit der Überschrift „Umbau der Bonner Straße soll bis Anfang 2020 fertig sein“, doch noch einmal an den fromme Wunsch der Stadtplaner und der KVB erinnern.

7) Am 26. Juni 2016 erinnert ein Artikel des Kölner Stadtanzeigers daran, dass die Stadt Köln den Beginn des Baus der 3. Ausbaustufe eigentlich schon erschlichen hat. Hier das Flugblatt vom Februar:

Hier der Artikel des Ksta zum gleichen Vorfall, allerdings vom 26. Juni.

Schlussfolgerungen:

Das bedeutet, das WIR selber die Öffentlichkeit, unsere Nachbarn und Freunde und die Politiker, unsere „Entscheidungsträger“, über den Stand der Diskussion über die 3. Ausbaustufe informieren müssen. Die nächsten Schritte bestehen darin, dass sich jeder „seinen“ Abgeordneten im Stadtrat, „seinen“ Vertreter in der Bezirksvertretung, den Sie gewählt haben, mal ansprechen, ob er denn über die Problematik Bescheid weiß. Hier noch eine Hilfestellung dazu, ein Brief der Initiative gegen den Planungsirrsinn an die Kinder im Stadtteil, (den Brief könnt ihr auch euren Politikern schicken!)

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