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Nord-Süd-U-Bahn

300 Bäume fällen? Es gibt Alternativen!

Trotzdem kündigt die Stadt Köln an, die Bäume schon im Oktober absägen zu wollen!

Einladung zur Bürgerversammlung am Mittwoch 27. September, 19.00 Uhr zur Vorstellung der Planungsalternativen, zur Rettung der 300 Bäume an der Bonner Straße!

Eingeladen sind:

Wann: am Mittwoch, den 27. September, 19.00 Uhr in Köln Marienburg.
Wo: All Saints Church.(Allerheiligenkirche), Bonner Straße 549 / Ecke Lindenallee, nahe Verteilerkreis / Haltestelle Arnoldshöhe (Buslinie 132).

Seit zwei Jahren ringen Baumschutz-Initiativen und Anwohner - Vereine aus dem Kölner Süden mit der Stadtverwaltung und kämpfen für eine bessere, (Baum-schonendere) Planung für die dritte Baustufe der Nord-Süd-Bahn. Im letzten Jahr haben die Bürgerinitiativen Fachtagungen und öffentliche Diskussionen zu diesem Thema veranstaltet und es hat unzählige Versuche gegeben mit der Stadt ins Gespräch zu kommen.

Den Bürgerinitiativen geht es nicht darum, die Bahn zu verhindern, sondern darum, die städtische Planung so zu verändern, dass die Mehrzahl der 300 Bäume an der Bonner Straße erhalten bleiben können.

Weil sich die Stadt im letzten Jahr (2016) jedoch weigerte mit den Fachleuten der Bürgerinitiativen ins Gespräch zu kommen, um die Planungsalternativen zu besprechen, klagten einige Anwohner gegen den genehmigten Plan.

In vergangenen Frühjahr änderte sich langsam die Haltung der Verwaltungsspitze und es kam zu ersten Gesprächen zwischen Bürgerinitiativen und Stadt. Hier nachzulesen.

Die Klage der Initiativen wurde zwar für die Zeit der Gespräche mit der Stadt ruhend gestellt, trotzdem kamen zwischenzeitlich weitere Planungsschwächen der städtischen Planung zum Vorschein, mit der die Klage der Bürgerinitiativen weiter munitioniert werden konnten.

Die Gespräche mit der Stadt über eine alternative Planung laufen im Moment und sind sehr konkret.

Am 10. August und am 14. September 2017 haben sowohl Treffen zwischen der Spitze der Bürgerinitiative und der Verkehrsdezernentin Andrea Blome stattgefunden, als auch konkrete Arbeitsgespräche zwischen den Planern der Stadt und den Planern der Bürgerinitiativen ("auf Arbeitsebene").

Nachfolgend die konkret vorgeschlagenen neue Planung der Bürgerinitiativen,

Am 14. September gab es ein erstes Treffen auf Arbeitsebene zwischen den Planern der dritten Ausbaustufe und den Fachleuten der Bürgerinitiative, Herr Monheim, Herr Hahn und Herr Giraudo. Die Ingenieure der Stadt hatten sich (erstmals) ernsthaft mit der von der Bürgerinitiative vorgeschlagene alternativen Planung auseinandergesetzt und kommentierten diese. Über dieses im Technischen Rathaus geführte Gespräch haben wir eine Protokollnotiz erstellt: und hier das ganze Protokoll:

Über die Planungsalternative für die dritte Baustufe wurde jetzt auch die Politik informiert. Denn bisher war es so, dass die Parteien (CDU/ SPD/ FDP / die Linke/ und die Grünen) der Meinung sind, dass auf der Bonner Straße endlich gesägt und gebaut werden soll und das man die alternative Planung ignorieren kann

Am 20. September ist der Initiativkreis Bayenthal-Marienburg mit einem Anschreiben an die Mitglieder des Verkehrsausschusses herangetreten. Mit diesem Brief lädt der Initiativkreis die Politik ein, sich die alternative Planung einmal genauer anzuschauen.

Bis lang sind die Kläger (aus den Bürgerinitiativen) davon ausgegangen, dass für die Zeit der Gespräche nicht nur die Klage ruhend bleibt, sondern auch die Bäume über deren Erhaltung wir gerade verhandeln, nicht abgesägt werden.

Dem scheint aber nicht so zu sein! In einem Artikel vom 20. September kündigt die Stadt an, dass die Bäume doch schon im Oktober gefällt werden sollen! Titel: "Im Oktober wird die Axt angesetzt - Initiativen hoffen immer noch auf Gesprächsbereitschaft". Wo kommt der Zeitdruck nur her?

Das mit www.nabis.de unterschriebene und abgelichtete Bild aus dem Artikel ist im übrigen nicht ein Bild neueren Datums, sondern stammt aus dem Dezember 2016, nachdem das OV Gericht Münster die Bäume zum Absägen freigegeben hatte.

Das Oberverwaltungs-Gericht sagte damals (im Dezember 2016), es sei in Ordnung, dass die Bäume weggeholzt werden können. Es sei kein Problem, „da dies wegen der vorgesehenen Ersatzpflanzungen und der Anlage des Rasengleises im Ergebnis nicht zu einer Verschlechterung der stadtklimatischen Situation führen werde.“ Hier das Flugblatt zum Beschluss des OVGericht aus dem Januar (!) 2017:

Nun haben die Bürgerinitiativen diese Aussage des OV Gerichts einmal nachgerechnet und das ökologische Resultat eines Kahlschlags auf der Bonner Straße mit dem verglichen, was die Stadt auf der Bonner Straße zwischen Gürtel und Verteiler neu anpflanzen läßt; nämlich 107 neue kleine Bäume, so sehen die Bäume in etwa aus!

Hier der Vergleich zwischen den Bestandsbäumen und den Neuanpflanzungen. Berechnungen mit Hilfe des Blatt Luft - Gemischs der Bäume an der Bonner Straße als Grafiken.

Zu erwähnen ist auch noch, dass das Rasengleis ( sieht so aus: )zwar grün aussieht, es aber keine Blätter, sondern nur Gräser hat. Das Absorptionsvermögen der Gräser im Hinblick auf CO 2, auf Stickoxide und auf Feinstäube ist in den ersten 10 Jahren nach dem Bau gleich Null! Entscheidend für das Absorptionsverhalten von Gräsern ist die Bodenbeschaffenheit und die Anwesenheit von bestimmten Bakterien, die aber durch den vollständigen Aufriss des Bodens und durch den Umbau völlig zerstört werden. Es braucht 10-15 Jahre bis der Rasen tatsächlich Stickoxide, Feinstäube und Kohlendioxid in einer nennenswerten Größe wieder aufnehmen kann und absorbiert. So gesehen kann ein grünes Rasengleis nicht mit den Ökosystemleistungen von vorhandenen Bäumen konkurrieren und stellt kein Ausgleich zu den alten Bäumen und zu dem jetzigen Boden dar!

In dieser kommenden Woche wird ein Eilantrag der Bürgerinitiative zur Erhaltung der Bäume beim Oberverwaltungsgericht eingereicht.

Kommt zur Bürgerversammlung!

Mit freundlichen Grüßen

Ottmar Lattorf

Verein Nabis e.V.

Initiative gegen Planungsirrsinn

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