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Nord-Süd-U-Bahn

Erhaltung aller Bäume an der Bonner Straße prüfen! Baumverpflanzung nur Notlösung!

Die Stadt hat sich über die ganze Planungsphase für die 3. Baustufe NICHT für den Erhalt Bäume an der Bonner Straße interessiert! Die Erhaltung der Bäume war den Verantwortlichen in der Stadtverwaltung schlicht egal! Klimawandel hin, Luftverschmutzung her. Es gab andere Prioritäten bei diesem ökologischem Projekt als der Baumschutz.

Als die Bürgerinitativen während der Fachtagung über die Planung 3. Baustufe, die sie selber organisiert und finanziert hatten, erfuhren, dass man so planen kann, dass die Bäume an der Bonner Straße erhalten bleiben können, fragten wir den von der Stadt Köln beauftragten Planer, Stefan Besier, warum er nicht so geplant hat? Er sagte daraufhin: "Das war nicht unser Auftrag!"

Wenn jetzt die Stadt so tut, als würde sie nach langem Ringen für den Erhalt der Bäume nun einen Schritt in die richtige Richtung gehen, indem sie sich nun für die Verpflanzung von 18 Bäumen an der Bonner Straße stark macht, dann ist das nur infam! Hier der Artikel darüber.

Die Stadtverwaltung, genau genommen das Amt für Stadtbahnbauamt hat die Fragen der Baumerhaltung und der Luftverschmutzung ignorieren wollen bis die Bürgerinitaitive diese Haltung und ihre Planung für die Bonner Straße scharf kritisierte. Dabei hat die Planung 3. Ausbaustufe auch noch andere Schwachstellen. Hier die Fragen der Bürgerinitiativen an die politischen Parteien, die sich zur NRW – Landtagswahl stellen.

Die Verbesserungsvorschläge der Bürgerinitiativen wurden beständig ignoriert, bis es zu einer Klage gegen die genehmigte Planung kam. Hier nur die aktuellen Vorschläge, die der Verkehrsdezernentin Blome unlängst unterbreitet worden sind.

Im Laufe dieser Klage und des daraus resultierenden Zeitaufschubs, haben vermögende Marienburger Baumfreunde - und nicht die Stadt Köln!! - , die Baumverpflanzungs - Idee als Notlösung zur Erhaltung von wenigstens manchen der Bäume an der Bonner Straße ins Spiel gebracht und auf Brauchbarkeit untersuchen lassen.

Es kam dabei heraus, dass man von 300 Bäumen nur 18 Bäume verpflanzen (transloszieren) kann. Alle anderen Bäume kann man nicht verpflanzen, weil Kabel und Versorgungsschächte und Leitungen an den Wurzel der Bäume vorbeilaufen oder weil die Straßenführung die Wurzeln so deformiert haben, dass sie nicht verpflanzbar sind. Oder weil die Bäume schlicht zu groß sind, wie die Bäume an der Schönhauser Straße. Und auch hier war erkennbar: Die Stadt hat die Straßen asphaltiert und das Gedeihen der Bäume war egal. Die Bäume sollten sich irgendwie an die autogerechte Stadt anpassen oder verschwinden.

Daher nun eine Anmerkung zur geplanten Baumverfplanzungen von 18 Bäumen (von 300) vom Seitenstreifen der Bonner Straße. Die Bäume sollen auf das Gelände der ehemaligen Aral-Tankstelle an der Ostseite des Verteilerkreisels Köln-Süd, quasie ins Grüne neu verpflanzt werden. Von Seiten der Bürgerinitiativen bestehen dagegen jedoch erhebliche Bedenken.

  1. Eine Baumverpflanzung wird von den Bürgerinitativen nur befürwortet, wenn nachvollziehbar begründet wird, dass ein Erhalt der Bäume am derzeitigen Standort nicht möglich ist! Das ist bisher nicht geschehen!
  2. Darüber hinaus gibt es verschiedene Vorschläge, wie der Verteilerkreisel verkehrlich ertüchtigt und für die Querung der Nord-Süd-Stadtbahn (4. Baustufe) umgebaut werden kann. Zu einem dieser Vorschläge, in dem u.a. Aufstellungsflächen für den Verkehr im Bereich der ehemaligen Aral-Tankstelle vorgesehen sind, wurde seitens der Stadt Köln am 02.12.2013 eine Prüfung zugesagt, aber bis heute nicht durchgeführt.
    Und das ist genau die Stelle, an der die Bäume jetzt hinverpflanzt werden sollen.
  3. Vor einer Baumverpflanzung in oder an den Verteilerkreisel wird von den Bürgerinitaitiven zwingend ein langfristiges Entwicklungskonzept für den Verteilerkreisel erwartet!
  4. Doch zunächst sollte eine ökologisch sinnvollere Baumverpflanzung INNERHALB des Stadtgebietes geprüft werden, z.B. nahe den heutigen Standorten der Bäume im Bereich des Neubaugebietes Reiterstaffel und des von dort nordwestlich bis zur Hitzelerstraße verlaufenden Fußweges!

Die Stadt Köln wurde am 10.04.2017 über diese Bedenken informiert und auch über die Bereitschaft von Bürgerinnen und Bürgern des Initiativkreises Bayenthal-Marienburg, diese Baumverpflanzungs-Aktion mit einem namhaften Kostenbeitrag zu unterstützen, wenn die demnächst mit der Stadt stattfindenden Gespräche über die Planung der Nord-Süd Stadtbahn eindeutig ergeben haben sollten, dass die in Rede stehenden Bäume (und möglichst auch noch viele weitere mehr) nicht durch eine seitliche Verschiebung der Stadtbahntrasse gerettet werden können, und die Verpflanzung nicht auf das Gelände der früheren ARAL-Tankstelle erfolgt, wo sie möglicherweise einer mittelfristig erfolgenden Ertüchtigung dieses Verkehrskreisels zum Opfer fallen könnten, sondern an einen ökologisch sinnvolleren Standort in der Nähe der heutigen Baumstandorte z.B. im Bereich des Neubaugebietes Reiterstaffel oder des von dort nordwestlich bis zur Hitzelerstraße verlaufenden Fußweges...

Ottmar Lattorf
Andreas Wulf

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